Ekānshs Notizbuchabsichtlich offen gelassen

Eintrag Nr. 07 · 12. Juli 2026

Tat Tvam Asi

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?hier
?eine Milliarde Lichtjahre entfernt

noch ist keins entschieden · beide sind jede Antwort zugleich

Zwei Teilchen entstehen aus einem Ereignis, und dann zieht das Universum sie auseinander. Eines treibt eine Milliarde Jahre nach links. Eines nach rechts. Bis irgendwer auf die Idee kommt zu fragen, sind sie weiter voneinander entfernt, als das Denken reichen dürfte.

Und trotzdem.

Miss das nahe, und im selben Augenblick, ohne dass ein Signal geschickt wird und ohne dass Zeit vergeht, weiß das ferne Bescheid. Es war entschieden. In gewisser Weise war es immer entschieden. Sie waren nie zwei Dinge, die so taten, als wären sie eins. Sie waren ein Ding, das so getan hatte, als wäre es zwei.

Das Selbst in dir

ist das Selbst im Fremden.

Die Physiker haben ein schönes Wort dafür. Verschränkung. Sie werden dir zu Recht sagen, dass man damit keine Nachricht schicken kann, dass nichts die Lücke überquert. Und sie haben recht, und sie beschreiben die kleinste, am härtesten geprüfte Fassung von etwas, das die alten Lehrer über das Ganze gesagt haben.

Tat tvam asi. Das bist du. Das Selbst in dir und das Selbst im fernsten Fremden wurden bei einem Ereignis verschränkt, das so alt ist, dass es kein Datum hat. Trag sie über die ganze Breite des Dunkels auseinander, und etwas in ihnen weigert sich immer noch, zwei zu sein.

Du bist nicht durch einen Faden an die Welt gebunden, den man durchschneiden könnte. Du bist an sie gebunden wie die beiden Teilchen: gar nicht durch einen Faden, sondern dadurch, dass ihr an der Wurzel nie getrennt wart.

Miss dich ehrlich, ganz nach unten, und irgendwo sehr weit weg legt sich etwas, das du nie treffen wirst, still an seinen Platz.

Nichtlokalität ist das Universum, das sich in seinem feinsten Korn weigert, in getrennte Stücke geschnitten zu werden. Die Upanishaden haben es nur lauter gesagt.

Antworten wir schauen, was die Leute geschrieben haben…

0 → ∞ · eine Seite am Tag · danke, dass du mir über die Schulter liest

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